Atomarer Sozialstrom?

4. Jul 2008

Die Diskussion um niedrigere Stromtarife für Endverbraucher geht in die nächste Runde. Nachdem die SPD seit Monaten einen Sozialtarif für einkommensschwache Haushalte fordert, schließt sich jetzt die CDU scheinbar an. Nur scheinbar, denn wie der Wirtschaftsexperte Laurenz Meyer (CDU) bekannt gab, ist das Sozialstrommodell der CDU an eine Bedingung geknüpft. Die Bedingung ist, dass der unter der rot-grünen Bundesregierung beschlossene Atomausstieg zurück genommen wird. Mit dem so produzierten Strom könnten dann auch günstigere Sozialtarife realisiert werden. Laut Meyer wäre ein Staffelmodell denkbar, nach dem die ersten 500 Kilowattstunden vergünstigt angeboten werden. Dieses Staffelmodell fordert Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) schon seit Anfang des Jahres. Ulrich Kelber, Vize-Fraktionsvorsitzender der SPD, äußerte sich über die Pläne der CDU empört. Die Union sei eine Atomsekte, sagte er gegenüber dem Handelsblatt. Sie suche die Antwort auf alle Energiefragen in einer möglichen Ausweitung der Laufzeit von Atomkraftwerken. Dass der Strom durch das Betreiben von Atomkraftwerken nicht billiger werde, zeigten schließlich die aktuellen Preisanstiege. Auch die FDP-Energieexpertin Gudrun Kopp wies den Vorschlag von Meyer als „ordnungspolitischen Unsinn“ zurück.


Mallorca Police – nicht nur für Mallorca

3. Jul 2008

Zum Beginn der großen Sommerferien erklärt der Bund der Versicherten auf seiner Webseite noch einmal ausführlich, auf welche Versicherung man im Urlaub auf keinen Fall verzichten sollte und was es mit diesen Versicherungen auf sich hat.
So ist die Kfz-Zusatzversicherung „Mallorca Police“ keine Versicherung, die nur für Mallorca-Urlauber geeignet ist. Jeder, der im europäischen Ausland einen Mietwagen benötigt, sollte sich mit der „Mallorca Police“ absichern. Im Gegensatz zu Deutschland wird im europäischen Ausland nämlich oft nur eine Mindestversicherungssumme gezahlt, die selten den ganzen Schaden eines Autounfalls abdeckt. Nur 20 Euro monatlich kostet die Zusatzversicherung mit einer Haftung von bis zu 10 Millionen Euro für Sach- und Personenschäden. Einige Kfz-Versicherungen bieten auch ohne die Zahlung zusätzlicher 20 Euro den vollen Schutz im Ausland. Bei diesen Versicherungen ist eine Mallorca-Klausel integriert. Informieren Sie sich besser über Ihre Versicherungsmodalitäten, bevor Sie sich im Ausland in einen Wagen setzen.
Wenn Sie oft verreisen, könnte es sich lohnen, die Versicherung zu wechseln. Vergleichen Sie bei TopTarif, welche Versicherung die Mallorca Police kostengünstig integriert hat.


Erdwärme für den Schwarzwald

2. Jul 2008

Schaffe, schaffe, Häusle baue – Ein Lebensmotto, das man den Schwaben zuschreibt. Aber auch in Karlsruhe stehen Häuser und obwohl die Karlsruher keine Schwaben sind, sind auch sie bemüht, Kosten einzusparen. Dafür kommen derzeit die steigenden Energiekosten in Frage. Am günstigsten wäre die Selbstversorgung aus schon vorhandenen Ressourcen.
Aus diesem Grund wurden im Landkreis Calw bisher 560 Erdwärmesonden gebohrt und versorgen damit bereits 300 Erdwärmeanlagen, die für wohlige Wärme in den eigenen vier Wänden sorgen. Dafür wird bis zu 150 Grad warmes Wasser aus 3100 Metern Tiefe über Erdwärmesonden zur Erdoberfläche befördert und zur Strom- und Wärmeversorgung genutzt. Doch wie bei allen neuen Technologien ist noch nicht erprobt, ob die Erdwärmesonden – trotz Abdichtung – vielleicht doch mit ihrer Wärmeträgerflüssigkeit das Grundwasser verschmutzen könnten. Problematisch, denn in Calw sind einige Heilbäder und Quellen. In anderen Trinkwasser- und Heilschutzgebieten ist die Erdwärmenutzung wegen der potenziellen Grundwasserverschmutzung verboten. Ob eine Sonde auf dem eigenen Grundstück gebohrt werden darf oder nicht, kann der Besitzer beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau erfahren. Aufklärung darüber, ob sich die Bohrung rentieren würde, soll bald eine Netzagentur bieten, so Landrat Hans-Werner Köblitz.


140 Zeichen Information

1. Jul 2008

E-Mail war gestern, Bloggen wahrscheinlich auch. Das ist was für ältere Menschen, die noch gewöhnt sind, in ganzen Sätzen oder sogar Texten zu kommunizieren. Anfang der Neunziger wurde der Generation Zapping schon eine Aufmerksamkeitsspanne von maximal dreißig Sekunden unterstellt. Zu kurz, um einen ganzen Text zu erfassen. Diesem Trend wird der neue Dienst Twitter gerecht. Mikro-Blogging nennt sich das, wenn man mit Twitter Nachrichten ins Internet sendet. Doch was ist Mikro-Blogging? Mikro steht für klein, Bloggen für das Verfassen von Texten im Internet. Doch wie Mikro darf es sein? 140 Zeichen müssen einem registrierten Nutzer vom Dienst Twitter reichen, um sich zu äußern. Weniger Zeichen als eine durchschnittliche SMS mit 160 Zeichen zur Verfügung stellt.
Das Magazin iX ist jetzt schon der Überzeugung, dass es sich dabei nicht um einen flüchtigen Web 2.0-Trend handelt, sondern dass dieser Dienst jetzt schon einen festen Platz in der Onlinekommunikation einnimmt. Gründe dafür sieht das Magazin in der großen Akzeptanz des Dienstes in der Netzgemeinde und dem professionellen, redaktionellen Gebrauch als Newsticker bei Welt Kompakt und CNN. Durch eine offene Programmierstelle in Twitter kann der Dienst ohne großen Aufwand mit der eigenen Software oder Webseite verknüpft werden. Anbieter wie Xing und Facebook haben die Twitterfunktion schon in ihre Seite integriert. Denkbar ist auch, dass Twitter langfristig die E-Mail oder den Chat in der Unternehmenskommunikation ablöst.


Babysitter Handy

29. Jun 2008

Die Handynutzer werden immer jünger. Dies ergibt die Studie des Marktforschungsunternehmens IconKids & Youth. Ein Drittel der 8-Jährigen und mehr als zwei Drittel der 10- bis 11-Jährigen telefonieren mobil. Oft sind es die Eltern, die ihren Zöglingen das Handy reichen. Der Wunsch, über den Standort des Kindes informiert zu sein, wächst im Zeitalter von getrennt lebenden und berufstätigen Eltern. Durch diese Fürsorge der Erwachsenen ist abzusehen, dass die Anzahl der Kinder mit Handy weiter steigen wird.
Bedenklich findet das die deutsche Kinder-Krebsstiftung. Die Stiftung rät davon ab, Kinder der Handystrahlung auszusetzen. Zwar habe es kürzlich eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz gegeben, die belegt, dass Handystrahlung für Erwachsene nicht schädlich ist, aber diese Studie besage nichts über die Auswirkungen, die die Strahlungen auf das noch im Wachstum befindliche Kindergehirn hat.


Die Deutsche Netz AG – Solarworld AG möchte Anteilseigner werden

27. Jun 2008

Der Energiekonzern Eon muss nach dem Willen des EU-Parlaments einen Großteil seines Stromnetzes veräußern, um einen fairen Wettbewerb zwischen den Anbietern zu garantieren.
Ein deutsch-französischer Kompromissvorschlag, der vorsah, dass die Netzbetreiber unter strenger Aufsicht ihre Netze behalten dürfen, wurde vom Großteil des EU-Parlaments abgelehnt. Das Parlament bleibt bei dem Ansatz, dass Energieerzeuger und Netzbetreiber eigentumsrechtlich getrennt sein müssen, um willkürliche Preisbildungen zu vermeiden.
Einen ähnlichen Kompromiss hatte Eon-Chef Wulf Bernotat bereits vorgeschlagen. Er hatte die Idee geäußert, eine Deutsche Netz AG zu gründen, der alle deutschen Stromnetze gehören.
Die vier bisherigen Netzbetreiber Eon, RWE, Vattenfall und EnBW könnten ihre Netze als Kapital übereignen und andere Investoren könnten sich dann Anteile der AG erkaufen.
Für dieses Vorhaben konnte er Vattenfall für sich gewinnen, nicht aber RWE und ENBW, die einen Verkauf ihrer Netze ablehnen. Der Grund für die Ablehnung liegt wohl darin, dass auch vorgesehen ist, den Besitz am Netz und die Stimmrechte von einander zu entkoppeln.
Umso erfreulicher ist es, dass Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, diese Woche bekannt gab, dass er eine Beteiligung von 24,9 Prozent an der künftigen Deutschen Netz AG plant. Grünes Licht gab es dafür schon vom Bundesverband Solarwirtschaft und von Banken, mit denen diese Option besprochen wurde. Durch eine Beteiligung könnte so eine stärkere Ausrichtung des deutschen Stromnetzes in Richtung erneuerbarer Energien erreicht werden.
Durch die Investition in die Netz AG könnte so jeder Bürger der Republik Anteilseigner der deutschen Stromnetze werden. Steigende Preise beim Strom würden dann gleichzeitig mehr Rendite für die Aktienpapiere bedeuten und so im Endeffekt sogar mehr Geld in den Geldbeutel des Verbrauchers spülen, als er durch die Preiserhöhung verliert.
Das halten Sie für ein Märchen, das nur finanziell besser Gestellten zugänglich ist? Dann schauen Sie doch mal bei einem objektiven Stromvergleichsportal wie TopTarif vorbei. Durch einen Anbieterwechsel lässt sich fast immer Geld sparen.


Schlechte Noten für DSL-Anbieter

26. Jun 2008

Welche Note würden Sie Ihrem aktuellen DSL-Anbieter geben?
Diese Frage hat Computer Bild seinen Lesern gestellt und innerhalb eines Jahres 20.000 Meinungen gesammelt, deren Auswertung sie letzte Woche präsentierte. Unzufrieden sind die Deutschen. Nur 46 Prozent der Kunden würden ihren DSL-Anbieter weiter empfehlen. Besonders gut wurden nur lokale Anbieter bewertet, während die überregionalen Dienstleister vergleichsweise schlecht abgeschnitten haben. Bewertet wurden 23 Anbieter, nur vier von ihnen erhielten die Note „gut“. Spitzenreiter in der Bewertung war der Münchener Anbieter M-Net, gefolgt von Kabel BW aus Baden-Württemberg und OsnaTel aus Osnabrück. Auf Platz vier positionierte sich die Tochtergesellschaft der Telekom, Congstar, und schloss damit als einziger überregionaler Anbieter ebenfalls mit „gut“ ab.
Der harte Wettbewerb um Preise und Kunden hat zu einem Tarifdschungel geführt, in dem der Kunde nur noch selten den Durchblick hat. Fast immer zieren Klauseln die Verträge, die das Wechseln erschweren oder Werbeversprechen wie 16 Megabit schnelle DSL-Leitungen relativieren. Hinzu kommt, dass viele Anbieter für Rückfragen der Kunden nur noch kostenpflichtige Hotlines anbieten, die nicht nur teuer sind, sondern oft auch inkompetente Beratung bieten. Da hilft nur, sich selbst zu informieren und nicht zu glauben, was in der Werbung versprochen wird oder die kostenpflichtige Hotline wählen. Lesen Sie sich in das Thema DSL-Anbieter ein, bevor Sie einen Zweijahresvertrag abschließen und informieren Sie sich zu den Tarifen bei einem unabhängigen Vergleichsportal wie TopTarif. Der Preisvergleich lohnt sich und durch die Eingabemaske lassen sich viele Tretminen vermeiden.


Energieausweise - besser nicht aus dem Netz beziehen

25. Jun 2008

Zum 1. Juli wird es für Hausbesitzer, deren Haus vor 1965 erbaut wurde, Pflicht, einen Energieausweis vorzulegen. So schreibt es die Energiesparverordnung (EnEv) vor. Eine gute Geschäftsmöglichkeit für Bauernfänger aller Art, die zur Zeit im Internet den Energieausweis für kleines Geld zum Selbstausfüllen anbieten. Mal abgesehen davon, dass der Hausbesitzer auf diese Weise angeben kann, was er will und die Glaubhaftigkeit damit generell zu bezweifeln ist, hat die Verbraucherzentrale NRW jetzt heraus gefunden, dass fast alle Energieausweise im Netz nicht nur unseriös, sondern auch unvollständig sind. Nur zwei der im Internet angebotenen Pässe fragten überhaupt alle 14 Kriterien ab. Vor der Ausstellung eines Energieausweises sollte der Hausbesitzer also überprüfen, ob der Anbieter überhaupt berechtigt ist, solche Ausweise auszustellen. Denn wer einen ungültigen oder fehlerhaften Ausweis vorlegt, dem drohen Strafen bis 15.000 EUR. Bis zum 30. September 2008 gibt es noch eine Wahlfreiheit für Hausbesitzer, ob diese sich einen günstigen, wenig aussagekräftigen “bedarfsorientierten Ausweis” ausstellen lassen oder den etwas teureren, aber wasserdichten “verbrauchsorientierten Ausweis” wählen. Für Gebäude, die nach 1965 erbaut wurden, gilt die Ausweispflicht ab dem 1. Januar 2009. Nur wer seine Immobilien selbst bewohnt, braucht keinen Ausweis. Sinn des Ausweises ist es, Hausbesitzer dazu zu verpflichten, das Haus möglichst energieeffizient zu gestalten. Das ist besser für die Umwelt und für den Geldbeutel der Bewohner. Bewohner von energiefressenden Häusern greifen tiefer in die Tasche. Da hilft nur, das eigene Energieverbrauchsverhalten zu optimieren und sich ständig bei Vergleichsportalen wie TopTarif schlau zu machen, ob es die teure Energie woanders vielleicht günstiger gibt.


Strom marsch!

24. Jun 2008

Marschieren und dabei Strom erzeugen. Möglich macht es ein kleiner Generator in der Schuhsohle, der aus Druck Spannung erzeugt. Ursprünglich als Notstromversorgung für Soldaten erdacht, griff ein Unternehmen namens The Facility die Idee auf. Doch dessen Idee ist es nicht, die Schuhe, sondern den Boden selbst mit solchen Generatoren auszustatten. Zur Stromerzeugung eignet sich nämlich nicht nur Druck, sondern auch Vibration. Mit jedem Schritt, mit jeder Schwingung auf dieser Erde wird wertvolle Energie erzeugt, emissionsfreie Energie! Wie viel Energie dabei ungenutzt bleibt, wird anhand der Rechenbeispiele der Facility-Entwickler deutlich. In der Londoner Victoria Underground Station laufen jede Stunde 34.000 Menschen entlang. Damit könnte man beim Einsatz der neuen Technik Strom für 6500 herkömmliche Glühbirnen erzeugen. Denkbar wäre auch, die Vibrationen der U-Bahnen zu nutzen, um die U-Bahntunnel zu beleuchten oder dass die Vibrationen des Straßenverkehrs Ampeln mit Strom versorgen.

Erneuerbare und emissionsarme Energien sind der Trend von heute, deswegen wird dieser Technologie großes Potenzial zugesprochen. Die Entwickler rechnen jedoch vorerst nicht mit einer großflächigen Einführung ihrer Technologie. Bis dahin heißt es wohl weiter Strom kaufen. Wer wissen möchte, welcher Stromanbieter günstig ist und dabei ökologisch verträglich handelt, kann dies bei TopTarif online herausfinden.


CO2-Bewegungsprofil

23. Jun 2008

Mit Bewegungsprofilen kann man nicht nur Menschen ausspionieren, sondern auch etwas Sinnvolles tun: Sein ökologisches Verhalten optimieren. Diesen Ansatz verfolgt die Handysoftware Personal Environmental Impact Report (PEIR), die vom Nokia Research Center und dem Center for Embedded Networked Sensing (CENS) entwickelt wurde. Einmal eingewilligt, zeichnet die Software die täglichen Wege auf und berechnet anhand der eigenen Kraftfahrzeugdaten die persönlichen CO2-Emissionen. Zusätzlich weist es auf feinstaubsensible Regionen hin, so dass man diese entweder ganz umgehen kann oder vielleicht doch mal das Fahrrad zur Fortbewegung wählt. Zu Hause kann man die so gesammelten GPS-Daten dann am Rechner auslesen und auf Karten darstellen. Zur Bewertung des eigenen Bewegungsprofiles werden dann tagesaktuelle Daten wie Wetter, Verkehrslage und Feinstaubkonzentration hinzu gezogen.

Die so gesammelten Daten unterliegen natürlich höchster Geheimhaltungspflicht, doch dem Benutzer steht es frei, die PEIR-Daten den Mitmenschen zur Verfügung zu stellen oder sie sogar bei einem Dienst wie Facebook online zu veröffentlichen. Es sollte einem jedoch klar sein, dass man damit nicht nur Umweltbewusstsein demonstriert, sondern sein Privatleben gläsern macht.